„Wir haben das entscheidende Tor gemacht“ – Altenfelden/Rohrbach holt sich ein knappes 1:0
In der 1. Klasse Nord hat sich SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach am Sonntag mit 1:0 gegen SPG Ulrichsberg/Klaffer durchgesetzt. Es war ein enges Spiel, in dem die Gäste etwas mehr Ballbesitz hatten, die Gastgeber aber nur wenig zuließen und sich mit einem starken Treffer von Jimy Perrette belohnten. Stefan Görisch brachte den Unterschied nach dem Schlusspfiff knapp auf den Punkt: „Wir haben das entscheidende Tor gemacht.“
Gäste starten besser, zur Pause bleibt alles offen
Der Spielverlauf war aus Sicht von Stefan Görisch schnell umrissen, aber keineswegs simpel. Ulrichsberg/Klaffer kam nach seiner Einschätzung besser in die Partie und hatte über weite Strecken mehr vom Ball. „Ulrichsberg/Klaffer ist gut in die Partie gestartet, hatte deutlich mehr Ballbesitz als wir, konnte sich aber auch nur eine gute Torchance in der ersten Halbzeit erspielen“, sagte der sportliche Leiter von Altenfelden/Rohrbach. Genau das war aus seiner Sicht ein wichtiger Punkt dieser Begegnung. Die Gäste wirkten spielstark, ohne daraus vor der Pause wirklich viele klare Möglichkeiten zu machen. Auf der anderen Seite war auch die Heimelf nicht abgemeldet. „Wir hatten ebenfalls ein bis zwei gute Möglichkeiten“, so Görisch. Deshalb ging es trotz leichter Vorteile für Ulrichsberg/Klaffer torlos in die Kabinen, weil sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.
Nach der Pause ähnliches Bild – bis Perrette den Moment nutzt
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Muster zunächst ähnlich. Görisch sprach davon, dass sich ein ähnliches Bild zeigte, also wieder mehr Ballbesitz bei den Gästen, ohne dass sich daraus ein dauerhafter Druck mit vielen Abschlüssen entwickelte. Kurz nach Wiederbeginn wurde Ulrichsberg/Klaffer allerdings einmal richtig gefährlich, zugleich hatte aber auch Altenfelden/Rohrbach selbst eine sehr gute Möglichkeit. Der entscheidende Augenblick folgte dann in der 76. Minute. Görisch beschrieb den Treffer ausführlich: „Es war eine schöne Spieleröffnung von Manuel Gruber ins Mittelfeld zu Jimy Perrette, der dann mit dem Ball ins Laufen kam, seinen Gegenspieler stehen ließ, noch einmal den Zug Richtung Tor suchte und aus gut 20 Metern in die rechte untere Ecke mithilfe der Stange ins Tor beförderte.“ Es war die eine Aktion, die dieses enge Spiel letztlich auf die Seite der Gastgeber brachte.
Ordentliche Leistung, aber Görisch sieht auch klare Baustellen
Dass Altenfelden/Rohrbach am Ende als Sieger vom Platz ging, war für Görisch nicht nur ein Verdienst des eigenen Treffers, sondern auch eine Frage der letzten Minuten. „Die entscheidenden Situationen, warum wir letztendlich gewonnen haben, waren erstens das Tor und zweitens die beiden Großchancen, die Ulrichsberg/Klaffer am Ende vergeben hat“, sagte er. Gerade diese Schlussphase zeigte für ihn, dass der Sieg auch ein Stück weit glücklich war. „Ulrichsberg/Klaffer hatte dann in der Schlussphase noch zwei hundertprozentige Möglichkeiten, die jedoch jeweils ungenutzt blieben, und wir deswegen ein wenig glücklich 1:0 gewonnen haben.“ Trotzdem wollte er die eigene Leistung nicht kleinreden. Er sprach von einer „ordentlichen Leistung, vor allem in Bezug auf die Mentalität und Einstellung“. Gleichzeitig blieb er in der Analyse klar. „Wir waren teilweise ein bisschen zu passiv“, meinte Görisch, lobte aber auch, dass seine Mannschaft „insgesamt wenig zugelassen“ habe. Verbesserungsbedarf sieht er vor allem in der Genauigkeit. „Durch Ungenauigkeiten haben wir den Gegner eingeladen, zu Torchancen zu kommen. Daran müssen wir definitiv noch arbeiten.“
Viel Respekt für den Gegner und Lob für den Schiedsrichter
Bemerkenswert war nach dem Spiel auch, wie sachlich Görisch den Gegner einordnete. Er bescheinigte Ulrichsberg/Klaffer eine starke Partie mit dem Ball und sprach von einer Mannschaft, die spielerisch „sehr gut“ auftrat. „Ulrichsberg/Klaffer war mit dem Ball sehr gut, zumindest bis zum letzten Drittel“, sagte er und wurde dabei sogar konkret: Die Gäste hätten die Sechser von Altenfelden/Rohrbach tief bei der Kette gehalten und dadurch Räume im Zentrum geschaffen, um dort zu kombinieren. Für ihn war es „im Grunde ein sehr starker Gegner“, dem an diesem Tag aber die Konsequenz im Abschluss fehlte. Auch abseits der beiden Mannschaften fand Görisch klare Worte. Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, und den Unparteiischen beschrieb er als „Ruhepol“, der „mit den Spielern auf Augenhöhe umgegangen ist“. Unter dem Strich bleibt für Altenfelden/Rohrbach damit ein knapper, aber wertvoller Heimsieg stehen. Weiters erfreulich war das Pflichtspieldebüt von Neuzugang Ondrej Petras, der bis dato verletzt war und in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam. Nach acht Runden hält Altenfelden/Rohrbach bei 16 Punkten und bleibt in der Spitzengruppe auf Rang drei, während Ulrichsberg/Klaffer bei zwölf Zählern steht.
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