„Wir hatten kaum Ideen nach vorne“ – SPG Altenfelden/Rohrbach bleibt in Walding vieles schuldig
In der 1. Klasse Nord hat sich die SPG Walding/Rottenegg am dritten Spieltag mit 3:1 gegen die SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach durchgesetzt. Nach einem 1:1 zur Pause kippte eine über weite Strecken chancenarme Partie laut Sportchef Stefan Görisch vor allem über Standards. „Entscheidend war das 2:1 aus einem Freistoß“, sagte er nach einem Spiel, in dem seine Mannschaft nach vorne kaum Lösungen fand.
Vor der Pause bleibt vieles Stückwerk
Viel Offensivfeuerwerk gab es in Walding nach der Einschätzung des Sportlichen Leiters der Gäste nicht. „Es war insgesamt ein Spiel mit sehr wenig Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, in dem eher Standardsituationen letztendlich die Partie entschieden haben“, sagte Görisch. Damit war der Ton der Partie schon gut beschrieben, denn klare Aktionen nach vorne blieben auf beiden Seiten rar. Trotzdem tat sich kurz vor der Pause noch etwas auf der Anzeigetafel. In der 41. Minute brachte Vadim Reza Schahpar die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Die Antwort von Altenfelden/Rohrbach kam aber noch vor dem Pausenpfiff, weil Elias Altenhofer in der 45. Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielte. So ging es mit einem offenen Spielstand in die Kabinen, obwohl die Partie bis dahin nur wenig Strafraumszenen geboten hatte.
Der Freistoß zum 2:1 wird zum Knackpunkt
Nach dem Seitenwechsel fiel dann genau jenes Tor, das Görisch im Rückblick in den Mittelpunkt stellte. Daniel Zeininger traf in der 58. Minute zum 2:1 für Walding, und für den Altenfelden/Rohrbach-Funktionär war die Entstehung dieses Treffers der entscheidende Moment des Nachmittags. „Entscheidend war das 2:1 für Walding aus einem Freistoß aus gut 20 bis 25 Metern“, sagte er. Noch schwerer wog für ihn allerdings, dass seine Mannschaft danach nicht mehr richtig zurück in die Partie fand. „Danach konnten wir keine großartigen Akzente mehr setzen, um den Ausgleich zu erzielen“, hielt Görisch fest. Als Vadim Reza Schahpar in der 81. Minute per Elfmeter noch einmal traf und auf 3:1 stellte, war die Richtung endgültig vorgegeben und die Gäste kamen nicht mehr entscheidend heran.
Zu große Abstände und zu viele lange Bälle
In seiner Analyse wurde Görisch recht klar, weil für ihn nicht nur einzelne Standards, sondern vor allem die eigene Leistung den Ausschlag gab. „Einiges hat nicht wie gewünscht funktioniert“, sagte er zunächst, um dann konkreter zu werden: „Wir konnten uns nach vorne kaum Tormöglichkeiten erspielen und hatten großteils in der Defensive viel zu große Abstände zwischen Viererkette und den attackierenden Spielern vorne. Uns fehlt auf dem Platz aktuell der Führungsspieler, der die Mannschaft auf dem Feld antreibt, Pressingauslöser erkennt und konkrete Anweisungen gibt. Allgemein wird zu wenig miteinander kommuniziert auf dem Feld.“ Altenfelden/Rohrbach fand nur selten saubere Verbindungen zwischen den Linien, konnte sich kaum durchkombinieren und blieb im letzten Drittel zu harmlos. „Wir hatten kaum Ideen im Spiel nach vorne, konnten uns, so gut wie nie, durchkombinieren und agierten vorwiegend mit langen Bällen, die der Gegner gut entschärfen konnte“, sagte Görisch. Aus seiner Sicht fehlte damit genau das, was in einer engen Partie den Unterschied ausmachen kann.
Walding nutzt die kleinen Vorteile besser
Den Ausschlag für die Niederlage sah Görisch deshalb auch nicht in einer drückenden Überlegenheit der Gastgeber, sondern eher in den Details, die in so einem Spiel schnell den Ausschlag geben. „Der Gegner hatte selbst auch kaum Tormöglichkeiten, hat aber einen Ticken mehr Einsatzbereitschaft und Leidenschaft gezeigt“, sagte er. Dazu kamen aus seiner Sicht die entscheidenden Standardsituationen, die die SPG Walding/Rottenegg letztlich besser für sich nutzte. Über drei Szenen könne man reden, meinte Görisch außerdem: ein Elfmeteralarm im Strafraum der Gastgeber in der ersten Halbzeit, die er aus seiner Perspektive aber nicht sicher beurteilen konnte, ein Foul vor dem Freistoß zum 2:1, das er als eher fragwürdig einstufte, und einen späteren Elfmeter für Walding, den er wiederum als wohl gerechtfertigt bezeichnete. „Im Endeffekt ein Spiel, in dem Walding zwar nicht besser, aber vielleicht eine Spur cleverer agierte, demnach ein verdienter Sieg, zu dem wir auch fair gratulieren!“ Für Walding bedeutet das 3:1 nach Runde drei sieben Punkte und Rang vier, die SPG Altenfelden/Rohrbach hält bei drei Zählern und liegt vorerst auf Platz neun.
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