„Den Faden und den Mut verloren“: SPG Altenfelden/Rohrbach gibt 2:1-Pausenführung ab
In einem Derby der 1. Klasse Nord trennten sich die Union BIOHORT Neufelden und die SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach mit 2:2. Aus Sicht der Gäste war es ein Spiel mit zwei klar unterschiedlichen Gesichtern: Vor der Pause hatte Altenfelden/Rohrbach mehr vom Spiel und führte verdient, nach dem Seitenwechsel verlor die SPG laut Sportchef Stefan Görisch aber „den Faden und auch den nötigen Mut“. Am Ende blieb ein Remis, das er als gerecht einordnet.
Gäste waren vor der Pause am Drücker
Gerade in den ersten 45 Minuten sah Görisch seine Mannschaft lange auf einem guten Weg. „In der ersten Halbzeit waren wir spielerisch die bessere Mannschaft und konnten uns auch die ein oder andere Chance erspielen“, sagte der Sportliche Leiter. Die Führung der Gäste in Minute 25 passte zu diesem Eindruck. Yehor Andriiak brachte die SPG mit 1:0 nach vorne, und Görisch sprach bei diesem Treffer von einem „sehenswerten Heber über den Tormann in die lange Ecke“. Neufelden kam in der 32. Minute dennoch zurück, weil laut Görisch „durch einen individuellen Fehler unsererseits“ der Ausgleich durch Patrick Hennerbichler fiel. Dass Altenfelden/Rohrbach noch vor der Pause wieder antwortete, war für die Gäste dann umso wichtiger. Nach einem Eckball stellte Ondrej Petras in Minute 40 auf 2:1, mit dieser Führung ging es auch in die Kabinen.
Nach dem Wechsel kippte Derby
Nach der Pause änderte sich die Partie aus Sicht der Gäste aber deutlich. „Nach dem Seitenwechsel haben wir den Faden und den nötigen Mut verloren“, sagte Görisch, und genau so beschrieb er auch die Entwicklung dieses Derbys. Neufelden kam wesentlich couragierter zurück, spielte nun mit mehr Nachdruck und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Vor allem mit langen Bällen und langen Einwürfen sorgten die Gastgeber für Druck. Görisch sagte dazu, dass bei diesen Situationen „immer Gefahr herrschte“. In Minute 64 fiel dann der Ausgleich durch Martin Sobr. Vorausgegangen war eine Hereingabe von der Seite, die Altenfelden/Rohrbach nicht gut genug verteidigte. Damit war die Partie wieder offen, und in dieser Phase hatte Neufelden sogar noch ein weiteres Tor erzielt, das wegen Abseits nicht zählte. Görisch meinte dazu offen, er sei „sehr unsicher, ob es tatsächlich eine Abseitsposition war“.
Viele leichte Fehler machten Neufelden stärker
Warum es am Ende nicht zum Auswärtssieg reichte, erklärte Görisch sehr klar mit dem Bruch im eigenen Spiel. „In der ersten Halbzeit haben wir teilweise guten Fußball gespielt. Da hatte ich nicht das Gefühl, dass uns der Gegner großartig gefährden könnte“, sagte er. Genau dieses Bild habe sich nach dem Seitenwechsel aber gedreht. Die SPG machte laut ihrem Sportlichen Leiter viele Abspielfehler und technische Fehler, die immer wieder zu leichten Ballverlusten führten. „So machten wir den Gegner stark“, brachte er es auf den Punkt. Dazu kamen kleine Fouls, die Neufelden regelmäßig zu Standards verhalfen. Gerade auf dem kleinen Platz seien solche Situationen „immer gefährlich“. Auch den Gegner ordnete Görisch deutlich ein. Wie in jedem Derby habe Neufelden „mit sehr viel Kampfgeist, sehr viel Leidenschaft“ gespielt, sei in der ersten Halbzeit noch weniger mutig gewesen, habe es nach der Pause aber „deutlich besser“ gemacht und die Gäste dadurch immer wieder vor Aufgaben in der Defensive gestellt.
Am Ende gerechter Punkt und Dank an Gegner
Die SPG Altenfelden/Rohrbach konnte in der Schlussphase zwar noch einmal Druck aufbauen, vor allem über die Flügel, wirklich zwingend wurde die SPG aber nicht mehr. „Uns fehlte in der Offensive letztendlich der letzte Punch, um noch als Sieger vom Platz zu gehen“, sagte Görisch. Deshalb fiel sein Gesamturteil auch nüchtern aus: „Es gab im Grunde zwei unterschiedliche Halbzeiten, und demnach geht das Remis auch in Ordnung.“ Diskussionen über den Unparteiischen wollte er dabei nicht groß machen. Neben der strittigen Abseitsszene nannte er noch ein mögliches Handspiel im Strafraum der Gastgeber kurz vor Schluss, meinte aber zugleich, dass sich diese Situationen „vielleicht letztendlich ausgeglichen“ hätten. So blieb es beim 2:2, mit dem die SPG nach elf Runden weiter im Spitzenfeld auf Rang drei steht. Zum Schluss richtete Görisch noch einen ausdrücklichen Dank an die Union Neufelden, weil sich die Gastgeber nach der Verletzung eines Altenfeldener Spielers im Reservespiel sehr engagiert bemüht haben, sodass der Spieler wieder schnell auf die Beine kam.
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