Elfer vorbei, Ecke drin: Altenfelden/Rohrbach verliert Derby 0:1
In der 1. Klasse Nord empfing die SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach die Union BIOHORT Neufelden – am Ende stand ein knappes 0:1. Es war ein Derby mit wenigen klaren Chancen, entschieden durch zwei Szenen: einen vergebenen Elfmeter der Hausherren und eine direkt verwandelte Ecke von Tomas Planicka. Sportchef Stefan Görisch sprach von einem Duell auf Augenhöhe, in dem Neufelden die große Möglichkeit nützte und die SPG ihre liegen ließ.
Zähes Derby, zwei Szenen entscheiden das Spiel
Der Nachmittag begann ausgeglichen und abwartend. Beide Teams suchten die Kontrolle, ohne großes Risiko. Viel lief zwischen den Strafräumen, echte Hochkaräter blieben Mangelware. Zur Pause hieß es daher folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie über zwei Momente. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit wenigen Torchancen, aber der Gegner war heute einfach effektiver“, sagte Altenfelden/Rohrbachs Sportlicher Leiter Stefan Görisch. Aus seiner Sicht war der Strafstoß für die SPG korrekt, doch er brachte nicht die Führung: „Der Elfer war berechtigt, unser Schütze hat links am Tor vorbeigeschossen.“ Den Unterschied machte dann eine Standardsituation – und sie war außergewöhnlich: In Minute 54 traf Tomas Planicka für Neufelden, laut Görisch per direkt verwandelter Ecke. „Die Ecke war schön geschossen, ein bisschen mit dem Wind ins lange Eck gedreht. Unser Tormann hatte da keine Chance, der Ball passte genau.“ Mehr brauchte Neufelden nicht: Das 0:1 hielt bis zum Schluss.
Görisch: „Zu viele Fehler, zu wenig Durchschlag“
Aus SPG-Sicht lag der Knackpunkt klar auf der eigenen Seite. Görisch ordnete die entscheidenden Minuten nüchtern ein: „Der Knackpunkt war, dass wir in einer wichtigen Phase einen Elfmeter verschossen haben. Das hat den Gegner wieder motiviert und Auftrieb gegeben.“ Insgesamt haderte er vor allem mit der Sauberkeit im eigenen Spiel: „Wir hatten zu viele Fehler im Spielaufbau, zu viele leichte Abspielfehler. Nach vorne hat uns die Durchschlagskraft gefehlt.“ Das spiegelte sich in der Gefährlichkeit wider: „Wir konnten Neufelden kaum gefährden, wir haben uns kaum vernünftige Chancen herausgespielt.“ Gleichzeitig blieb der Sportchef fair in der Analyse der 90 Minuten: „Es war auf Augenhöhe, aber Neufelden war heute effektiver – deshalb ist der Sieg nicht unverdient.“ Eine Diskussion über den Unparteiischen wies er bewusst von sich: „Der Schiedsrichter hat seine Sache insgesamt sehr gut gemacht. Das ist für mich nie eine Ausrede.“
Respekt an den Gegner, Derby-Schmerz und der Blick nach vorne
Beim Gegner sah Görisch die richtige Mischung aus Wille und Konsequenz: „Neufelden war aggressiv, man hat gemerkt, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten.“ Einzelne SPG-Akteure setzten zwar positive Akzente, doch unterm Strich reichte es nicht: „Es gab bei einzelnen Spielern Lichtblicke, die wirklich alles gegeben haben. Insgesamt war es aber zu wenig, um dieses Spiel positiv zu gestalten.“ Das 0:1 trifft im Derby naturgemäß doppelt, dennoch blieb der Sportchef bei der Linie der Fairness: „Nach einer Derby-Niederlage ist die Stimmung getrübt, aber wir schauen nach vorne, wollen die letzten Spiele positiv bestreiten und gratulieren Neufelden fair zu diesem Sieg.“ Nach 24 Runden rangiert Altenfelden/Rohrbach in der Tabelle auf Platz 4 (39 Punkte), Neufelden auf Rang 10 (29).
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