Christian Eckerstorfer (Trainer Neustift/Oberkappel): „In Hälfte zwei waren wir besser“
In der 1. Klasse Nord hat die Union Neustift/Oberkappel gegen die SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach ein 1:1 geholt. Nach einem unglücklichen Eigentor lag der Gastgeber zur Pause zurück, ehe Benedikt Schwarzbauer ausglich. Trainer Christian Eckerstorfer sprach von einer starken Reaktion: „In Hälfte zwei waren wir besser und haben verdient das 1:1 gemacht.“ Angesichts mehrerer Ausfälle und der Qualität des Gegners war der Punkt für ihn hart erarbeitet – und zeigte, dass seine Elf als Kollektiv verlässlich arbeitet und den Plan bis zum Schluss durchzieht.
Neustift/Oberkappel brauchte in dieser 19. Runde Anlaufzeit. „Am Anfang hatten wir ganz wenig Ballbesitz, Altenfelden war klar besser“, schilderte Eckerstorfer. Die Gäste kamen früher in die Zweikämpfe, hielten den Ball und setzten die Heimelf unter Druck. Das 0:1 fiel nach einer halben Stunde auf denkbar bittere Art: Manuel Past lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor (31.). „So ein Ball ist schwer zu verteidigen, unser Innenverteidiger konnte auch im zweiten Versuch nicht vor der Linie klären“, sagte der Coach. Mit dem 0:1 ging es in die Pause. „In der Halbzeit haben wir uns eingeschworen, dass wir das Spiel drehen werden.“ Und Neustift kam tatsächlich besser aus der Kabine, wurde mutiger und gewann an Präsenz. Der Lohn: Benedikt Schwarzbauer erzielte in der 75. Minute das 1:1. „Wir haben verdient ausgeglichen“, so Eckerstorfer.
„Hervorragend gespielt“ trotz Personalsorgen und starker Gäste
Vor dem Anpfiff war die Ausgangslage nicht ideal. „Altenfelden ist eine Mannschaft mit einigen hochklassigen Legionären, gespickt mit Talenten aus Rohrbach. Außerdem waren vier Spieler im Kader, die am Vortag noch im Landesligakader waren“, erklärte Eckerstorfer. Seine eigene Situation beschrieb der Trainer offen: „Wir als kleiner Verein setzen nur auf eigene Spieler, und wir hatten fünf Verletzte von gestandenen Stammspielern. So war es wieder eine Aufgabe, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen.“ Umso deutlicher fiel sein Lob aus: „Die Jungs, die am Platz waren, haben hervorragend gespielt.“ Inhaltlich blieb Neustift ihrer Linie treu. „Wir haben, wie schon das ganze Frühjahr, auf eine kompakte Defensive gesetzt, wieder sehr gut verteidigt und sind als Mannschaft aufgetreten.“ Mit Disziplin, Laufarbeit und gegenseitiger Hilfe kam die Heimelf durch heikle Phasen, bis sie in der zweiten Hälfte zunehmend das aktivere Team wurde und auf den Ausgleich drängte.
Chancen aufs 2:1 bleiben liegen – Punkt gibt Rückenwind
Nach dem 1:1 roch es für die Hausherren sogar nach mehr. „In der zweiten Halbzeit hatten wir einige gute Konterchancen“, betonte Eckerstorfer. Besonders eine Szene blieb hängen: „Da war eine vergebene Chance unseres Innenverteidigers, die fast das sichere 2:1 hätte sein können.“ Es war die Phase, in der Neustift nach Ballgewinnen schnell umschaltete und Altenfelden ins Laufen brachte, die letzte Präzision im Abschluss aber fehlte. „Erhofft haben wir uns nicht mehr, aber es gab einige Situationen, in denen vielleicht das 2:1 drinnen gewesen wäre“, meinte der Trainer ehrlich. So stand am Ende ein 1:1, das für ihn dank der klar stärkeren zweiten Hälfte in Ordnung geht. Wichtig war ihm das Wie: kompakt, mutig, als Einheit. Mit dieser Leistung und der gezeigten Moral nimmt Neustift Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben mit – und die Gewissheit, dass der eingeschlagene Weg trägt.
UA59 | gemeinsam.mehr.erreichen.
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